19. Februar 2008
Abschlusstagung
„Förderung und Integration junger Menschen mit ADHS
in der beruflichen Bildung“
Montag, 5. Mai 2008
10:00 Uhr - 17:00 Uhr
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Ausblick, Schwerpunkte für 2007
In der Verlängerungszeit des ADHS-Modellversuches von Mai 2007 bis Ende Mai 2008 wird mit dem Ziel einer Verbesserung der beruflichen Integration der ADHS-Betroffenen auf den allgemeinen Arbeitsmarkt ein JobPatenmodell initiiert, durchgeführt und evaluiert. Darüber hinaus wird ermittelt, welche Arbeitsbedingungen bei externen Arbeitgebern (allgemeiner Arbeitsmarkt) für Berufsanfänger mit ADHS eher hilfreich und welche eher nicht hilfreich sind. Dieses Modul der Integration soll die bisherige Handreichung vervollständigen.
Termine 2007
Ausblick, Schwerpunkte für 2006
Mit 70 lernbehinderten Jugendlichen oder jungen Erwachsenen werden in 13 Einrichtungen der beruflichen Rehabilitation die konzeptionell erarbeiteten Module zu Diagnostik und Intervention durchgeführt, erprobt und evaluiert. Während der Umsetzung sich ergebende Änderungs- bzw. Verbesserungsvorschläge sollen dann in das Konzept eingearbeitet werden, so dass bis Frühjahr 2007 eine endgültige Handreichung („best practice“) für spezifische Fördermöglichkeiten von ADHS-betroffenen jungen Menschen in Einrichtungen der beruflichen Rehabilitation vorliegt.
Inhaltlich umfassen die Konzeptmodule neben Diagnostik zwei ADHS-spezifische Gruppenangebote zum Störungsbildteaching sowie zur Steigerung der sozialen Kompetenz, ein individuelles Coaching der ADHS-Betroffenen, spezielle Strukturierungs- und Strategiemaßnahmen in den einzelnen Arbeitsbereichen für die lernbehinderten jungen Menschen mit ADHS sowie ein Praxistrainingsangebot für die mit diesen Jugendlichen und jungen Erwachsenen arbeitenden MitarbeiterInnen der Einrichtungen der beruflichen Rehabilitation. Ziel ist letztlich eine Verbesserung der beruflichen Integration der ADHS-Betroffenen auf den allgemeinen Arbeitsmarkt.
Termine 2006
Ausblick, Schwerpunkte und Termine für 2005
Nachbefragung der Kooperationseinrichtungen und Workshop
Zunächst werden die durch das Projektteam und den Beirat ausgewählten Kooperationseinrichtungen kontaktiert. Es erfolgte bereits eine genauere Nachbefragung der Kooperationseinrichtungen bzgl. Sicherstellung der Diagnostik, vorhandenes diagnostisches und therapeutisches Material, Fachgruppen, Komorbidität zu den aktuell vorhandenen Jugendlichen mit ADHS.
Eine zentrale Dokumentierung des in den verschiedenen Einrichtungen vorhandenen Materials wird angestrebt. Die Erarbeitung der Module Diagnostik und Intervention wird vom Projektteam unter wissenschaftlicher Begleitung für den Workshop vorbereitet.
Am 15. und 16.06.2005 findet ein Workshop im Berufsbildungswerk Waiblingen statt, zu dem alle Kooperationseinrichtungen eingeladen werden. Ziel dieses Treffens ist die genaue Vorstellung des Projektes besonders hinsichtlich der Kooperation. Den Einrichtungen werden die vorläufigen Bausteine des Gesamtkonzepts präsentiert und diese in Zusammenarbeit verfeinert und abgestimmt. Der Workshop soll dem Austausch über die Möglichkeiten der Umsetzung dieses Konzepts in den Einrichtungen und der weiteren Zusammenarbeit (Coaching, Schulung vor Ort...) dienen.
Erstellung der Handreichung („best practice“)
Die Handreichung für diese Projektphase wird nach dem Workshop erstellt und erhält alle bisher erfassten Maßnahmen: Beschreibung der erarbeiteten Module/Bausteine aus dem Workshop, Systematisierung der Moduldurchführung durch die Erstellung von Prozessbeschreibungen sowie eine Standardisierung der Kombination der eingesetzten Verfahren, Methoden, Materialien, usw.
Erste Konzeptumsetzung
Ab September 2005 soll das Gesamtkonzept in allen Kooperationseinrichtungen eingeführt, erprobt und evaluiert werden, damit mögliche, während der Umsetzung sich ergebende Änderungs- bzw. Verbesserungsvorschläge in das Konzept eingearbeitet und auf Praktikabilität und Effektivität geprüft werden können.
Bis August 2005 liegt die Handreichung für diese Projektphase vor, ist das benötigte Material zur Moduldurchführung vorhanden und wurden Mitarbeiterschulungen und evtl. Multiplikatorenschulungen gezielt für die Module durchgeführt.
Ergebnisse Befragung der Einrichtungen für berufliche Rehabilitation und der Experten
Im Zeitraum von September 2004 bis Januar 2005 wurde eine bundesweite Befragung in den 52 Berufsbildungswerken und 50 wohnortnahen Förderungseinrichtungen durchgeführt. Der Fragebogen umfasste die Kategorien: Personenkreis, Diagnostik, Fördermaßnahmen, therapeutische Begleitung und Maßnahmen zur Integration. Die eruierten Daten haben dazu beigetragen, erste Eckpfeiler im Modellversuch setzen zu können. In der pdf Datei (220 KB) werden die Ergebnisse dargestellt.
Die Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung tritt nach dem diagnostischen und statistischen Manual psychischer Störungen (DSM-IV) bei 3-5% aller Kinder im Schulalter auf und ist gekennzeichnet durch
Nach DÖPFNER et al. (2000) * beträgt die Stabilität der Störung im Jugendalter immer noch zwischen 30 und 70%. Allerdings ist dabei ein Symptomwandel festzustellen, da die motorische Hyperaktivität nachlässt, während die Impulsivität und Aufmerksamkeitsstörung weiter persistieren.
Bei Jugendlichen mit ADHS liegen neben der Schulleistungsproblematik in zunehmendem Maße dissoziale Störungen des Sozialverhaltens vor (in Deutschland bei ca 40% der Jugendlichen).
Das Risiko weitere psychische Störungen - vor allem affektive Störungen, Suchterkrankungen und interpersonelle Beziehungsstörungen - zu entwickeln ist signifikant erhöht.
Das Vollbild der Störung findet man noch bei einem Drittel aller Erwachsenen wieder. Bei den übrigen zeigt sich eine Residualsymptomatik, wobei einzelne hyperkinetische Symptome weiterhin bestehe
Aufgrund vermehrter Ablenkbarkeit, Impulsivität mit mangelhafter Frustrationstoleranz und Konzentrationsschwäche sind Menschen mit einer ADHS-Symptomatik vermindert belastbar und zeigen häufig Schwierigkeiten in der Ausbildung sowie im Berufsalltag.
* Döpfner, M., Fröhlich, J. & Lehmkuhl, G. (2000).
Hyperkinetische Störungen. Göttingen: Hogrefe
Zielgrupppe
In Einrichtungen der beruflichen Rehabilitation werden junge Menschen mit besonderem Förderbedarf intensiv unterstützt, um ihnen eine berufliche Qualifizierung zu ermöglichen und eine dauerhafte Eingliederung in Beruf und Gesellschaft zu bewirken. Eine diagnostische Untergruppe innerhalb des genannten Personenkreises stellen lernbehinderte junge Menschen mit ADHS dar, für die spezifische Maßnahmen vonnöten sind, um diese Vorgabe zu erreichen.
Ziel
Erfassung der für eine effektive Förderung und Eingliederung erforderlichen Rahmenbedingungen, Förderungsschwerpunkte und –methoden in Einrichtungen der beruflichen Rehabilitation und Evaluation ihrer Effektivität. Daraus soll eine Handreichung („best practice“) mit wissenschaftlich fundierten Förderkonzepten für den alltäglichen Umgang mit lernbehinderten jungen Menschen mit ADHS in der beruflichen Rehabilitation entstehen.
Kooperation
Der Modellversuch wird in Zusammenarbeit der beiden Berufsbildungswerke Waiblingen und Lingen durchgeführt. In die Kooperationsarbeit werden bundesweit 10 Berufsbildungswerke einbezogen, die mit lernbehinderten jungen Menschen arbeiten. Die Projektleitung ist im BBW Waiblingen angesiedelt. Die Durchführung des Modellversuchs wird wissenschaftlich begleitet.
Phase 1
Befragung von Einrichtungen der beruflichen
Rehabilitation, Fachexperten, Schulen
mittels Fragebogen und Auswertung
Phase 2
Auswahl geeigneter Kooperationseinrichtungen,
Durchführung eines Workshops,
Entwurf einer Handreichung („best practice“),
Schulung der Kooperationseinrichtungen
Phase 3
Umsetzung und Erprobung der Handreichung
in den Kooperationseinrichtungen
Fortlaufende Evaluation
und Implementierung
Optimierung und Fertigstellung
der Handreichung
Phase 3
Bundesweite Implementierung
Fachtagung
Publikationen
Berufsbildungswerk Waiblingen gGmbH
Steinbeisstraße 16
71332 Waiblingen
Berufsbildungswerk im Christophorus-Werk
Dr.-Lindgen-Straße 5-7
49809 Lingen
Die Projektzeit beträgt
3 Jahre, 1. Mai 2004 bis 30. April 2007
Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung
Für die Begleitung des Modellvorhabens wurde ein Beirat eingerichtet. Folgende Institutionen sind in ihm vertreten: | ||
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| • Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung | Herr Richard Fischels |
| • Bundesagentur für Arbeit | Frau Erika Faust |
| • BAG BBW (Vorstandsmitglied) | Herr Karl-Heinz Eser |
| • Bezirkskammer Rems-Murr der IHK Region Stuttgart | Herr Steffen Kögel |
| • Handwerkskammer | Herr Wolfgang Folkerts |
| • Lernen-Fördern | Frau Mechthild Ziegler |
| • Vertreter der Wohnortnahen Reha / sonstiger Reha | Herr Ludger Lamping |
| • Bundesverband Aufmerksamkeitsstörung e.V. 1. Vorsitzende | Frau Gertraude Fydrich |
| • Elternvertreter AdS e.V. 1. Vorsitzender | Herr Michael Townson |
| • Vertreter der Wissenschaft Universität zu Köln | Frau Prof. Dr. Mathilde Niehaus |
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| Der Beirat wurde mit dem Start des Projektes berufen. Eine erste Beiratssitzung hat am 23.02.2005 im BBW Waiblingen stattgefunden. | |
Seit Sommer 2004 wird der Modellversuch wissenschaftlich von Prof. Dr. rec.soc.habil Peter F. Schlottke (Universitätsprofessor, Wissenschaftlicher Angestellter, Dipl. Psych. DGPs – BDP – DGVP, PsTh, KJPyTh, Supervisor) begleitet.
Schwerpunkte seiner Tätigkeiten:
Universität Tübingen
Psychologisches Institut
Abteilung für Klinische und Entwicklungspsychologie
Arbeitseinheit Klinische Psychologie und Psychotherapie
Universität Stuttgart
Direktor des Instituts für Erziehungswissenschaft und Psychologie
Leiter der Abteilung für Psychologie
Prof. Schlottke hat 15 Bücher veröffentlicht, darunter das „Training mit aufmerksamkeitsgestörten Kindern“ (Lauth & Schlottke, 2002). Sowohl Beratungstermine als auch telefonische/elektronische Absprachen finden regelmäßig statt.
Zusätzlich zu den Projektträgern BBW Waiblingen und BBW Lingen werden bundesweit in die Kooperationsarbeit 8 Berufsbildungswerke und 3 wohnortnahe Fördereinrichtungen einbezogen, die mit lernbehinderten jungen Menschen arbeiten.
Die ausgewählten Einrichtungen sind:
BBWs
Wohnortnahe Fördereinrichtungen
Die gemeinsame Arbeit beinhaltet unter anderem die Entwicklung, Erprobung und Evaluation von Modulelementen in der Förderung lernbehinderter junger Menschen mit ADHS, die später in einem „best practice“ zusammengefasst werden.
Projektleitung
Claudya Ribeiro
Dipl. Psych., Heilpädagogin
(bis Feburar 2006)
Maike Keller
Dipl.-Psych. Dipl.-Päd.
Psychologische Psychotherapeutin
(ab März 2006)
Berufsbildungswerk Waiblingen gGmbH
Steinbeisstraße 16
71332 Waiblingen
Fon 07151 50 04 -196
Fax 07151 50 04 -152
Mail maike.keller(at)bbw-waiblingen.de
Projektmitarbeiterin
Karin Gosfeld-KruthaupDipl. Psychologin
Berufsbildungswerk im Christophorus-Werk
Dr.-Lindgen-Straße 5-7
49809 Lingen
Fon 05 91 91 42 - 416
Fax 05 91 91 42 -127
E-Mail karin.gosfeld(at)christophorus-werk.de